Unser Gesundheitsblog

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Kleine Heilpflanzenkunde – Teil 1

Gesundheitsblog Juni 2019

Kleine Heilpflanzenkunde – Teil 1

Die heimische Blütenpracht erfreut uns nicht nur optisch, sie tut auch unserem Körper etwas Gutes. Seit Menschengedenken sind Pflanzen zur Linderung verschiedenster Beschwerden bewährt. Von Erkältungen, über Muskelschmerzen bis hin zu psychischen Beschwerden – die Natur hält einiges für unsere Gesundheit bereit. Hier erfahren Sie, warum es sich lohnt, beim nächsten Spaziergang oder einer Wanderung einmal an den Wegesrand zu schauen. Vielleicht ist ja die ein oder andere Pflanze dabei, deren Wirkung auf unseren Körper Sie überrascht. Kommen Sie auch gern zu uns in die Apotheke, um sich zur richtigen Verwendung der beschriebenen Wirkstoffe beraten zu lassen. Wir freuen uns auf Sie!

Augentrost: eine Wohltat für gereizte Augen

Augentrost: eine Wohltat für gereizte Augen

Bei dieser Heilpflanze steckt das Anwendungsgebiet bereits im Namen – denn der Augentrost wird bei Beschwerden des Auges, wie bei Bindehaut- und Augenlidentzündungen oder -reizungen sowie vermehrtem Tränenfluss oder ermüdeten Augen angewendet. Er lindert zum Beispiel in Form von Augentropfen Brennen und Jucken, das mit einer Entzünung der Bindehaut einhergeht.

Verwendung: Augentrost kann als Tee getrunken und in der äußerlichen Anwendung in Form von Tropfen oder Kompressen verwendet werden.

Beinwell: gut für Knochen und Gelenke

Beinwell: gut für Knochen und Gelenke

Auch bei dieser Heilpflanze ist der Name Programm, denn Beinwell soll den Gebeinen, also unseren Gliedern, Gutes tun. Seit mehreren Jahrtausenden wird die Pflanzenwurzel bei Knochenbrüchen eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und das Zusammenwachsen der Knochen zu fördern. Auch bei leichteren Sportverletzungen wie Zerrungen, Prellungen und Gelenkbeschwerden kann Beinwell ebenso wie bei Hautverletzungen Linderung verschaffen und die Wundheilung unterstützen.

Verwendung: Beinwell wird ausschließlich äußerlich als Fluidextrakt mit oder ohne Umschlag oder als Salbe angewendet.

Brennessel: Hilfe bei Harnwegsinfekten, Prostata- und rheumatischen Beschwerden

Brennessel: Hilfe bei Harnwegsinfekten, Prostata- und rheumatischen Beschwerden

Häufig wird die Brennessel aufgrund schlechter Kindheitserinnerungen gemieden, weil wir uns beim Spielen an ihren Blättern verbrannt haben. Hierfür sorgen die sogenannten Brennhaare, mit denen sich die Pflanze gegen natürliche Feinde wehrt, und die auf unserer Haut rote, brennende Quaddeln verursachen. Ihren schlechten Ruf hat die Brennessel jedoch bei weitem nicht verdient, vielmehr ist sie ein altbewährtes und vielseitiges Heilmittel. Die Inhaltsstoffe ihrer Blätter und des Krauts wirken harntreibend, schmerzlindernd und entzündungshemmend, weshalb sie sich bei leichten Harnwegsinfekten und rheumatischen Beschwerden eignen. Ihre Wurzeln hingegen enthalten Wirkstoffe, die das Wasserlassen bei einer beginnenden, gutartigen Prostatavergrößerung erleichtern können.

Verwendung: Sowohl aus Blättern und Kraut als auch aus den Wurzeln der Brennessel lassen sich Tees herstellen. Darüber hinaus stehen ihre Extrakte auch in Form von Dragees, Tabletten und Kapseln zur Verfügung.

Echte Goldrute: pflanzliche Unterstützung bei Harnwegsinfekten

Echte Goldrute: pflanzliche Unterstützung bei Harnwegsinfekten

Ebenfalls bei leichten Harnwegsinfekten bewährt ist die Echte Goldrute. Ihre Inhaltsstoffe regen die Niere dazu an, mehr Wasser auszuscheiden. Somit werden die Harnwege gut durch und Keime aus dem Körper gespült. Darüber hinaus wirkt die Goldrute antientzündlich und leicht krampflösend.

Verwendung: Bei Harnwegsinfekten ist es grundsätzlich wichtig viel zu trinken. Hier eignen sich Blasen- und Nierentees sehr gut, die neben anderen pflanzlichen Wirkstoffen – wie zum Beispiel denen aus Brennesselblättern – häufig auch Goldrute enthalten. Darüber hinaus sind die wirksamen Inhaltsstoffe der Pflanze auch in Fertigpräparaten, zum Beispiel in Form von Tabletten, erhältlich.

Johanniskraut: stärkt das psychische Wohlbefinden

Johanniskraut: stärkt das psychische Wohlbefinden

Das Kraut mit seinen goldgelb gefärbten Blüten ist seit Jahrtausenden ein bewährtes Heilmittel gegen Angstzustände, nervöse Unruhe und depressive Verstimmungen, dessen Wirksamkeit bereits durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien nachgewiesen ist. Aus diesem Grund finden sich die Inhaltsstoffe in verschiedenen pflanzlichen Arzneimitteln gegen leichte bis mittelschwere Depressionen. Übrigens wurde Johanniskraut zur Heilpflanze des Jahres 2019 gewählt.

Verwendung: Damit Johanniskraut wirken kann, muss es hochdosiert in Form von Fertigarzneimitteln aus der Apotheke eingenommen werden.

Kamille: seit jeher bewährter Klassiker bei Magen-Darm-Beschwerden

Kamille: seit jeher bewährter Klassiker bei Magen-Darm-Beschwerden

Viele erinnert der Duft dieser Heilpflanze an die eigene Kindheit, wenn die Mutter zur Linderung von Bauchschmerzen einen Tee aus Kamille zubereitet hat. Die Inhaltsstoffe der Pflanze, besonders aus deren Blüte, wirken nicht nur krampflösend, sondern haben ebenso eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Diese ist auch für viele andere gesundheitliche Beschwerden von Vorteil.

Verwendung: Neben ihrer Verwendung als Tee, können Sie Kamille zur Linderung von Erkältungsbeschwerden inhalieren. Als Spülung oder Gurgellösung hilft sie bei Zahnfleischentzündungen oder Reizungen im Hals. Leiden Sie unter bakteriell bedingten Hautproblemen, können Cremes oder Salben mit Kamillenextrakt die betroffenen Hautstellen beruhigen.

Löwenzahn: Hilfe bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit

Löwenzahn: Hilfe bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit

Die meisten kennen Löwenzahn wahrscheinlich vor allem als Unkraut auf dem heimischen Rasen und weniger als Heilpflanze. Dabei stecken viele heilende Kräfte in ihm: Er kann bei Verdauungsproblemen helfen, wirkt krampflösend und entzündungshemmend. Die in der Pflanze enthaltenen Bitterstoffe regen nicht nur den Appetit sondern auch den Stoffwechsel an, auch der Gallenfluss und die Fettverdauung werden gefördert. Darüber hinaus hat der Extrakt des Löwenzahns eine harntreibende Wirkung.

Verwendung: Löwenzahn kann in unterschiedlichsten Zubereitungsformen verwendet werden, so zum Beispiel als Tee, Dragees, Tinktur oder Tropfen.

Ringelblume: hübsch im Garten und gut zur Haut

Ringelblume: hübsch im Garten und gut zur Haut

Diese Heilpflanze mit ihrer orangegelben Blütenpracht ist nicht nur im eigenen Garten schön anzuschauen, sie ist auch ein toller und vor allem milder Unterstützer für Ihre Hautgesundheit. Schon seit dem Mittelalter wird die Ringelblume bei den unterschiedlichsten Hautbeschwerden eingesetzt – und das nicht ohne Grund: Sie fördert Granulationsbildung beim Wachstum neuer Haut und wirkt zusätzlich antibakteriell, entzündungshemmend, abschwellend und pilzhemmend.

Verwendung: Der Extrakt aus den Blüten der Pflanze wird hauptsächlich zu Salben, Cremes oder Tinkturen verarbeitet, die Sie zum Beispiel zur Förderung der Wundheilung auf betroffene Hautstellen auftragen können. Gut zu wissen: Ein Tee aus Ringelblumenblüten kann nicht nur als Bad oder Umschlag angewendet, sondern auch getrunken werden, da er die Verdauungsorgane stärkt und Übelkeit lindert.

Schafgarbe: unterstützt unter anderem die Wundheilung und die Verdauung

Schafgarbe: unterstützt unter anderem die Wundheilung und die Verdauung

Schafgarbe hat aufgrund ihrer verschiedenen Inhaltsstoffe – ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe sowie Mineralstoffe – ein sehr breites Wirkspektrum: Sie hilft bei Verdauungsproblemen, wirkt appetitanregend, antibakteriell, krampflösend und zusammenziehend. Zudem unterstützt sie die Wundheilung, wirkt blutstillend, entzündungs- und keimhemmend.

Verwendung: Schafgarbe kann als Tee getrunken oder zur Zubereitung von Aufgüssen verwendet werden. Darüber hinaus sind Extrakte der Heilpflanze in Form von Fertigpräparaten wie Tropfen oder Dragees erhältlich.

Spitzwegerich: befreit unsere Atemwege

Spitzwegerich: befreit unsere Atemwege

Die Blätter des Spitzwegerichs haben durch die enthaltenen Schleim- und Gerbstoffe eine entzündungshemmende, antbakterielle und hustenlösende Wirkung. Aber nicht nur für unsere Atemwege ist diese Heilpflanze eine gute Unterstützung: Wird der Extrakt des Spitzwegerichs direkt auf die Haut aufgetragen, kann er zudem Juckreiz und Schwellungen mildern.

Verwendung: Aus den Spitzwegerich-Blättern kann Tee zubereitet werden, der auch zum Gurgeln oder Spülen bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich oder für Umschläge verwendet werden kann. Zudem ist Spitzwegerich in verschiedenen Hustenmitteln, zum Beispiel Säften, enthalten.